Wenn nur wenige Bauteile eine dicke Pappstärke brauchen, lohnt sich dafür oft kein eigener Bogen — ArchiCut kann diese Stärke automatisch aus dünneren Lagen zusammensetzen, wenn das wirklich einen ganzen Bogen einspart.

So nutzt du es

In der Gruppe „Pappe“: Checkbox „Pappe sparen (Bögen minimieren)“, standardmäßig aus. Aktivierst du sie, prüft ArchiCut nach dem normalen Export automatisch, ob sich eine Pappstärke wegoptimieren lässt.

SCREENSHOT-PLATZHALTER — Checkbox „Pappe sparen (Bögen minimieren)“ in der Gruppe Pappe

Das Prinzip dahinter

Angenommen, du hast 2,0 mm angehakt, aber nur eine einzige Wand braucht diese Stärke wirklich — für sie allein müsste ein kompletter 2,0-mm-Bogen eröffnet werden. Lässt sich 2,0 mm exakt aus dünneren angehakten Stärken zusammensetzen (z. B. 2,0 = 1,0 + 1,0, oder 1,5 = 1,0 + 0,5), prüft ArchiCut, ob diese eine Wand stattdessen als zwei dünnere Lagen auf ohnehin schon vorhandenen Bögen mitläuft.

Wichtig dabei: Angenommen wird die Umstellung nur, wenn dadurch wirklich ein ganzer Bogen entfällt — „wenn eh ein neuer Bogen nötig wäre, bleibt die Wand bei 2 mm“. Die Gesamtdicke jeder betroffenen Wand bleibt dabei exakt gleich (nur die Anzahl der Lagen ändert sich), Grundriss und Stoßlogik bleiben unverändert.

Beispiel aus einem Testlauf: Mit zusätzlich angehaktem 1,5 mm erkannte ArchiCut, dass sich die 2,0-mm-Klasse komplett durch 1,5+0,5 mm ersetzen lässt — Ergebnis: 3 statt 4 Bögen, Gesamtdicke jeder Wand unverändert, die Winkellehren wandern automatisch mit auf die neue dickste verbleibende Pappe. Im Info-PDF erscheint dazu eine gelbe Hinweis-Karte „[Pappe sparen]“ mit der genauen Umrechnung, und die Rundungs-Tabelle zeigt die neue Zusammensetzung direkt in der Pappe-Spalte.

Ist eine Stärke stark belegt (viele Bauteile brauchen sie wirklich), lehnt ArchiCut die Umstellung ab — dann bleibt alles wie gehabt, ohne Hinweis-Karte.

Tipp

Aktiviere den Modus, wenn du Pappe oder Bogen-Wechsel sparen willst, und lies danach die gelbe „[Pappe sparen]“-Karte im Info-PDF — sie sagt dir genau, welche Wände jetzt aus mehreren dünnen Lagen statt einer dicken Pappe bestehen.